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Begrenzen Sie die Datensammlung von Windows 11

5. Okt.
2 Min. Lesezeit

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Sie beim Verwenden Ihres PCs mit Windows 11 viele digitale Spuren hinterlassen, die von Windows gesammelt und für einige davon an Microsoft übermittelt werden.


Dies birgt ein ernsthaftes Datenschutzrisiko. Sie haben jedoch die Möglichkeit, die Menge der gesammelten persönlichen Daten zu reduzieren.


Die wichtigste Einstellung dazu trägt den Namen «Optionale Diagnosedaten». Sie finden sie unter Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Diagnose und Feedback. Wenn Sie die Option Optionale Diagnosedaten senden deaktivieren, verhindern Sie, dass einige der folgenden Daten gesammelt werden:


Installierte Apps

Diese Liste wird Microsoft geschickt

Kann teilweise deaktiviert werden


Gestartete Apps und Benutzungsdauer

Diese Infos werden Microsoft geschickt

Kann dank den Optionalen Diagnosedaten deaktiviert werden


Mit Hilfe der Microsoft Webbrowser besuchte Websites (Microsoft Edge, Internet Explorer)

Diese Infos werden Microsoft geschickt

Kann dank den Optionalen Diagnosedaten deaktiviert werden


Suchkriterien / Browsen

Diese Infos werden Microsoft geschickt

Kann dank den Optionalen Diagnosedaten deaktiviert werden


Dateien und Dokumente, die geöffnet werden (Log der Aktivitäten)

Diese Infos bleiben auf dem PC

Kann dank den Optionalen Diagnosedaten deaktiviert werden


Erfasste Wörter

Gewisse Infos können Microsoft geschickt werden

Kann mit Hilfe der Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Freihand und Eingabeanpassung deaktiviert werden


Spracherkennung (über die Online-Spracherkennung)

Diese Infos werden Microsoft geschickt

Kann über die Vertraulichkeit-Einstellungen deaktiviert werden


Standort

Diese Infos werden Microsoft geschickt, falls Dienste oder Apps über die Berechtigung verfügen

Kann mit Hilfe der Berechtigungen der Apps deaktiviert werden


Werbe-ID

Apps können auf diese ID zugreifen falls die ID aktiviert wurde

Kann über die Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit > Empfehlungen und Angebote > Werbe-ID deaktiviert werden


Recall (eine Bildschirmkopie wird regelmässig aufgenommen)

Diese Infos bleiben auf dem PC

Diese umstrittene Funktion muss explizit aktiviert werden und birgt ein Risiko, wenn ein Dritter Zugriff auf Ihren Computer erhält.


PC-Funktionsdaten (Hardware, Treiber, Konfiguration, Leistung, Windows-Fehler)

Diese Infos werden Microsoft geschickt

Kann nicht deaktiviert werden


Wir empfehlen Ihnen auch, die Berechtigungen für Mikrofon, Kamera, Kontakte, Kalender, Dateisystem usw. zu überprüfen (Einstellungen > Datenschutz und Sicherheit).


Zusätzlich erfassen Internetdienste wie die Bing-Suchmaschine, OneDrive, Microsoft 365, das Microsoft-Konto und der Microsoft Edge-Browser Nutzungsdaten. Überprüfen Sie für jeden dieser Dienste, welche Berechtigungen Sie erteilt haben.


Zur Erinnerung: Der Cloud Act verpflichtet US-Unternehmen, auf Anfrage der US-Regierung Daten, die in ihren Rechenzentren gespeichert sind, auch wenn diese sich im Ausland befinden, ohne Sie zu informieren, herauszugeben. Daher können persönliche Dateien, die bei OneDrive, Google Docs, iCloud und anderen gespeichert sind, an die US-Behörden weitergegeben werden. Der einzige Weg, sich vor einer solchen Weitergabe zu schützen, besteht darin, seine Daten bei einem lokalen Anbieter zu speichern (vorausgesetzt, dieser nutzt nicht die Infrastruktur eines US-amerikanischen Unternehmens wie Amazon AWS). So verfügt beispielsweise der Schweizer Anbieter Infomaniak über eigene Rechenzentren in der Schweiz.




 
 
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